Wein ist Kultur –
die Kampagne

«Wein ist Kultur» ist eine Kampagne, die von der Vereinigung Schweizer Weinhandel ins Leben gerufen wurde.
Sie beinhaltet sechs Kernbotschaften. Die Initiative lädt dazu ein, die Bedeutung von Wein in der Schweiz neu zu entdecken: als Ausdruck von Gemeinschaft, Handwerk und Lebensfreude. Genau das wollen wir ins Bewusstsein rufen.

Weshalb wird vermehrt über den Konsum von Wein diskutiert?

Verschiedene Behörden und Organisationen haben ihren Standpunkt gegenüber dem Konsum von alkoholischen Getränken stark radikalisiert. Ging es früher um einen moderaten Konsum, wird heute behauptet, dass jeglicher Konsum alkoholischer Getränke gesundheitsschädlich ist.

Wird das Weintrinken zu Recht verteufelt?

Der Weinkonsum wird heute oft hinterfragt, da Alkohol generell stärker mit gesundheitlichen Risiken verknüpft wird. Stichwort «no safe level». Dabei wird vergessen, dass Wein traditionell Teil der Esskultur ist und massvoll genossen einen wichtigen Platz in Gesellschaft und Genusskultur hat.

Was ist mit «no safe level» gemeint?

Der Ausdruck «no safe level» bedeutet sinngemäss, dass es keinen Schwellenwert, keine «sichere Dosis» gibt, unterhalb derer eine Substanz oder ein Einfluss völlig unbedenklich wäre. Dies gilt nicht nur für das Thema Alkohol, sondern auch für den Feinstaub, den Tabakkonsum oder den Verzehr von rotem Fleisch. Die Weltgesundheitsorganisation WHO verwendet diesen Ausdruck oft und gerne im Zusammenhang mit Alkohol und verteufelt so jeglichen, noch so moderaten Konsum.

Ist ein Glas Wein also grundsätzlich schädlich?

Nein. Wissenschaftlich ist gut belegt, dass Risiko und Schaden stark von Alkoholgrad, Menge, Häufigkeit und Konsumgewohnheiten abhängen. Ein exzessiver Konsum erhöht das Risiko für zahlreiche Erkrankungen deutlich stärker als ein moderater Genuss.

Welche Rolle spielt massvoller Weingenuss in der Ernährungskultur?

Wein ist seit Jahrhunderten Bestandteil europäischer Ess- und Genusskultur. In vielen Ländern wird Wein in kleinen Mengen traditionell zu Mahlzeiten getrunken – eingebettet in soziale Rituale und oft mit bewusstem Genuss.

Was versteht man unter «massvollem Konsum»?

International gängige Empfehlungen sprechen von maximal einem Glas Wein pro Tag für Frauen und zwei Gläsern für Männer – nicht täglich, sondern in einem ausgewogenen Lebensstil. Massvoll heisst auch: bewusster Genuss, nicht Trinkroutine.

Wie steht «Wein ist Kultur» zum Weinkonsum in der Schweiz?

Die Kampagne bekennt sich zur Aufklärung, Prävention und zu einem verantwortungsvollen Konsum. Ganz nach dem Motto «Wissen, Entscheiden, Geniessen».

Welcher Gedanke steckt hinter dem Motto «Wissen, Entscheiden, Geniessen»?

Die Weinbranche sieht in den Weinkonsumenten mündige Bürgerinnen und Bürger, die über die Aspekte des Konsums von alkoholhaltigen Getränken Bescheid wissen, sich bewusst für ein Glas Rot-, Rosé- oder Weisswein entscheiden und dieses entsprechend auch geniessen.

Wie positioniert sich die Weinbranche zum Alkoholmissbrauch?

Der Missbrauch von alkoholischen Getränken schadet massiv und ist in keiner Weise zu rechtfertigen. Die Weinbranche unterstützt zielgerichtete und verhältnismässige Massnahmen gegen Abhängigkeit, Trinken am Steuer oder bei der Arbeit sowie gegen riskanten Konsum.

Was hat es mit den Schlag- und Reizworten «Alkohol» respektive «Alkoholkonsum» auf sich?

Gesundheitsorganisationen und Medien verwenden in ihren Studien, Publikationen und Berichterstattungen oft und gerne die Begriffe «Alkohol» respektive «Alkoholkonsum». Diese Schlag- und Reizworte sollen Aufmerksamkeit erregen, sind jedoch undifferenziert und verallgemeinernd. Schliesslich besteht ein grosser Unterschied bei den Trinkgewohnheiten der Menschen.

Welche Bedeutung haben wissenschaftliche Studien?

Die Argumentation der Alkoholgegner basieren nicht selten auf Studien, deren Grundlagen, Methoden, Auswertungen nicht immer fundiert nachvollzogen werden können. Aus diesem Grund sollten die Erkenntnisse von Studien kritisch hinterfragt und polemisierende Aussagen mit Vorsicht aufgenommen werden.